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Mein Hund hat Angst - Teil 3

So nun sind wir nach einer langen Pause bei Teil 3 angekommen und ich kann immer noch nicht fassen wie die Zeit vergeht. Im letzten Beitrag habe ich euch bereits erzählt wohin dieser Teil uns nun führen wird. Nach vielem Probieren und verzweifelten Versuchen führte unser Weg zum Imboden Philipp, dem Trainer unseres Vertrauens. 

Das erste Treffen fand bei uns Zuhause statt. Es wurde viel über Mex's Verhalten gefragt und unsere Reaktionen. Um sich ein genaues Bild der Situation zu machen. Selbst in dieser Zeit zeigte Mex wie faustdick er es hinter den Ohren hatte. Sein Fazit: Mex reglementiert uns und braucht genug Ruhephasen. Da Hunde in der Regel 16-20 Stunden am Tag schlafen und nicht 24/24 bespasst werden müssen. Da liegen in der heutigen Zeit viele Probleme.

 

Am Ende der Stunde gab uns Philipp dann einige Aufgaben mit auf den Weg - vor allem konsequent Ruhephasen einzubauen.

 

 

Wie bei den meisten Hunden lag das Problem am anderen Ende der Leine. So gaben wir uns viel Mühe die Übungen von Philipp umzusetzen. Wir übten fleissig, kleinere Einheiten mehrmals täglich, danach legten wir gezielt Pausen ein. 

Und so merkten wir nach einigen Wochen wie Mex zu einem anderen Hund wurde. Er wurde ruhiger und entspannte sich viel schneller. Das reglementieren hörte auf und langsam fand ein harmonisches Zusammenleben statt. Wir blieben auch weiterhin dran und nach der dritten Stunde mit Philipp entliess uns dieser, da er mit uns sehr zufrieden war. Schliesslich hatten wir einige Monate hart gearbeitet und sind immer noch daran zu arbeiten. Einige Übungen machen wir noch heute regelmässig.


In vielen Situationen vertraute Mex uns länger je mehr. Er fing an aufzublühen. Auf unseren Wanderungen stellte er sich immer wieder neuen Ängsten. Sei es beim Überqueren von Hängebrücken, beim Balancieren auf Felsen oder beim Laufen auf einem vereisten See. Da merkten wir das Mex der perfekte Wanderbegleiter und Abenteurer ist. Doch obwohl wir zu einem tollen Team heranwuchsen, blieben gewisse Ängste bestehen. Vor allem die Angst bzw. Unsicherheit gegenüber fremden Menschen.

 Ein knappes Jahr später machten wir bei Philipp einen Kurs für Familienhunde. Hundebegegnungen auf engem Raum. Mex will ja mit jedem Hund spielen und zog daher ungemein an der Leine und war teils total abwesend. Dieser Kurs hatte ihn sehr angestrengt und ihm dies etwas madig gemacht. Beim anschliessenden Kaffee im Restaurant sprachen wir alle über unsere Hunde - ihre tollen Seiten wie auch ihre Macken. Da meinte unser Trainer dann, dass er nie gedacht hätte wie toll sich Mex entwickelt hat. Bei seinem ersten Besuch bei uns Zuhause hatte er auf dem Heimweg noch Zweifel ob dies noch gut kommen würde. Doch mit ganz viel konsequentem Training hatten wir das Gegenteil bewiesen. Darauf waren wir sehr stolz. Ein einfacher Hund war Mex nie und würde es nie werden. Aber er ist einfach perfekt für uns. Mit den Leuten die wir Mögen und die viel bei uns sind ist Mex ein Goldchatz und dies macht ihn aus. Seine Familie liebt es über alles - Fremde dafür umso weniger. Doch zu dem Zeitpunkt war dies noch kein Problem, dies folgte dann einige Zeit später…